RC - EISSEGLER
ähnlich der DN-Klasse

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Video von Wolfgang Gerda auf MyVideo

 

Bei diesem Prototyp eines RC-Eisseglers wurde ursprünglich das vorhandene Rigg der MicroMagic von Graupner verwendet. Das Rigg konnte direkt vom Segelschiff abgenommen werden und auf den Eissegler gesetzt werden, bei mehr Wind auch ohne Fock.

Im Jahre 2012 ist ein eigenes Monosegel entstanden um noch bessere Segeleigenschaften zu erlangen.

 

Die Grundkonstruktion des Schlitten besteht aus 2 Kiefernleisten.

Der Längsholm ist 40 x 10 mm und 600 lang.
Der Querholm ist 15 x 5 mm und 520 lang.

Damit ergibt sich eine Spurbreite von ca. 500mm und eine Spurlänge von ca. 530mm.

Die vordere Kufe sitzt unter (nicht vor) dem Längsholm, wg. Stabilität und Sicherheit. Die Holzabdeckungen an den Enden des Querholm haben den gleichen Zweck.

Der Querholm ist am Längsholm verschraubt. Dadurch ist ein Verschieben möglich, wenn der Trimm es erfordern sollte.

 

Das Herzstück - die Kufen: Da mußten 3 einfache Campingmesser dran glauben, Niro mit Spitzschliff. je Länger desto besser...

Bohrung in der Mitte der ca 50mm langen geraden Kufe.

Die Befestigung am Schlitten erfolgt über kleine Eisenwinkel, fertig aus dem Baumarkt. Am Querholm sind sie verklebt und verschraubt. Dabei auf den richtigen Winkel zur Schlittenlinie achten.

Der vordere Winkel ist gleichzeitig die Lenkung. Die Anlenkstange zum Servo ist ein 1,5mm Federdraht.

Alle Kufen sind beweglich, um Unebenheiten oder Schräglagen auszugleichen.

 

RC Anordnung? Nach Belieben. Gewicht spielt keine Rolle, im Gegenteil. 2 Standard-Servos passen prima nebeneinander auf den Längsholm. Die Batteriebox enthält 4 Mignonzellen, wg. der Kälte keine NC oder NIMh Zellen, sondern Einweg. Die Antenne geht über den Querholm an einer Want hoch.

 

Schotführung? Wie von der MM gewohnt über einen Hebelarm, Länge 80mm. Damit öffnet der Baum auf 45 Grad, direkt geführt ohne weitere Talje. Habe achtern einen Großschotbügel aus 1,5mm Federdraht gebogen, Höhe ca. 85mm. Für die Fock kommt noch so ein Bügel vor den Mast. Die Fockschot wird dann durch beide Bügel gefahren.

 

Das Rigg steht einfach auf dem Längsholm, fixiert von einer Gummi-Führung. Die Position des Riggs ist so gewählt, daß das Achterliek nicht über die hintere Kante des Schlittens hinaus ragt. Der Mast ist nach hinten geneigt, ca. 10 Grad.

Die Fockschot ist am Servohebel nur eingehakt. Damit kann die Fock einfach komplett abgenommen werden.

Da ich den Original-Graupner Alu-Mast verwende (recht weich) habe ich noch einen Unterzug angebaut, um den Druck des Baumniederholers aufzufangen.

Achterstag ? Ohne Fock nicht nötig. Läßt man es aber mit gesetzter Fock weg, muß sehr viel Dampf auf die Wanten gegeben werden. Dies führt zu einer Biegung / Spannung des Querholmes und er kann nicht mehr frei schwingen, um Unebenheit im Eis zu dämpfen.

Die Verkleidung des Ganzen besteht aus dünnen Kunstoff-U-Profil mit 40mm breite. Es war eine Verpackung eines Rollos, habe es nur mit weißer Folie überzogen und am Holm verschraubt. Das Maßnehmen ist aber etwas fuddelig. Fahren tut der Schlitten aber auch ohne Verkleidung. Das Mittelstück ist einzeln, um einen Batteriewechsel zu ermöglichen.

 

Thema Gewicht, Ballast und Segelfläche
Der Schlitten wiegt in der Basis 700 Gramm.
Unter dem Längsholm können bis zu 5 Eisenplatten mit je 100 Gramm gesetzt werden, siehe Bild ganz unten. Die Befestigung erfolgt mit breiten Gummibändern, die um den Längsholm liegen. Die Platten stammen aus dem Baumarkt und sind 40 x 2,5 und 180mm lang.

Damit kann das optimale Ballastgewicht für den entsprechenden Wind gewählt werden. Zusätzlich kann die Fock abgenommen werden.

 

 


" Die ungleichen Schwestern "