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America /
Oceanis 60 |
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Nach den ersten Runden mit dem neu erstandenen RC-Segelboot gab es doch einige Optimierungspunkte, die wohl wesentlich das Segelverhalten der Yacht beeinflussen. Es sind 2 Themenschwerpunkte:
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Segel und Rigg
Thema Baumniederholer: Eine genaue Einstellung ist für das Profil des Großsegels sehr entscheidend, 1mm Unterschied macht hier schon eine Menge aus. Der Standard-Niederholer läßt sich durch Drehen (Schrauben) des PVC-Gabelkopfes am Mast durchaus justieren, nur bricht dieser leider sehr leicht. Ggf. gegen eine Metallversion austauschen. Beim Einstellen ist die Riggspannung mit zu berücksichtigen. Wird ein leicht gespannter Mast entlastet (lösen vom Achterstag) erhöht dies die Spannung auf den Baumniederholer. Zum Entlasten des Segels zusätzlich das Fall etwas lösen. Alternativ kann statt einem Metallniederholer auch ein Faden mit kleiner Talje verwendet werden (Bild Holzrigg). Das Optimum stellt wohl ein Wantenspanner dar.
Neubau von Segel und Rigg Das Originalrigg wurde komplett zur Seite gestellt und ist immer einsatzbereit. Das neue Rigg entstand aus Kohlefaser-Rohren, was durch die höhere Festigkeit gegenüber Alu kleinere Durchmesser erlaubte. Der Mast hat 5,5mm Außendurchmesser (8mm Alu), die Bäume haben 5mm. Am Mast sind keine Bohrungen vorhanden. Alle Beschläge sind Kunstoffscheiben mit Bohrungen für den Mast und dort verklebt. Der Mastfuß ist eine Hülse mit 8mm Außendurchmesser und reicht bis unter den Baumniederholer. Dieser dreht ohne Spiel, da der über eine 1,5mm Achse mit dem Lümmelbeschlag verbunden ist. Zur Einstellung der Niederholerkraft dient ein kleiner Wantenspanner mit Konterschraube.
Der Masttop besteht aus 2mm Federdraht, der mit einer Hülse eingesteckt wird, die etwa 5cm in den Mast ragt (Druckverteilung). Wird er entfernt, kann das Großsegel komplett nach oben vom Mast genommen werden. Die Schothörner sind mit Schrumpfschlauch-Hülsen an dem Bäumen befestigt, was eine gute Feinjustierung ermöglicht. Der Fockbeschlag am Mast ist auch eine PVC-Scheibe, die gegen Verrutschen gesichert ist. Der Beschlag ist abnehmbar (zum Wechseln des Segels nötig). Alle Komponenten des Riggs wurden auf Gewicht optimiert. So wurde möglichst wenig Metall (Schrauben) verwendet.
Die Segel
Holzrigg
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Gewichte von Rigg und
Segel:
Innenausbau Gewichtsersparnis war hier der Schwerpunkt. Als Ruderservo wurde eine Miniversion verbaut, mit 17 Gramm statt 40; die Zugkraft ist für das Ruder masse ausreichend. Zudem wurden beide Servos mittschiffs ganz nach achtern an die Spundwand gesetzt, wg. Gewichtsverteilung. Die Trägerplatte (Presspappe) ist mit dem Rumpf verklebt. Der Akkublock wurde gegen Micro-Zellen AAA ausgetauscht, 50 Gramm statt vorher 90. Nur sind dies NIMH Zellen mit 900 mA, die ein spezielles Ladegerät erfordern. Jedoch ist Platz ohne Ende im Rumpf und man kommt gut ran, um die Akkus zu wechseln. Versuche, Akku und Empfänger noch achtern der Servos zu platzieren (praktisch unter die Plicht), haben keine sichtbare Verlagerung des Schwerpunktes nach hinten gebracht. Zudem ist es fingerbrecherisch, da hinten rein zu kommen. Für den Fall der Fälle sind Empfänger und Akkus spritzwassergeschützt in Tüten verpackt und gegen Verrutschen gesichert. Auf dem Foto ist der neue Hebelarm für die Segelschot zu erkennen. Statt vorher 8cm ist der Hebelweg jetzt noch 5,5cm lang und ergibt mit der Untersetzung den erwünschten Schotweg. Der Lukendeckel wurde ersatzlos gestrichen, da das Abdichten mit Tape nicht zufriedenstellend war, es kam immer Wasser über die Schnittkanten ins Boot. Bewährt hat sich das Abkleben mit einem vorgeschnittenen Stück DC-Fix oder ähnlich. Dies ist an allen Seiten etwa 5mm breiter als der Originaldeckel und es ist eine Einwegdichtung. Aber VÖLLIG Dicht, auch nach stundenlanger Sturm- und Regenfahrt war kein Tropfen im Schiff. Zudem ergibt sich eine Gewichteinsparung von ca. 30 Gramm.
Ein/Aus-Schalter: In der Plicht wurde ein Minischalter (Bild unten) eingebaut, der ein Öffnen des Schiffes unnötig macht. Die Empfängerakkus halten 4 bis 6 Stunden, je nach Belastung durch Winddruck. Antenne verlegen: Der Bauplan
sagt am Achterstag hoch, was aber ein Loch in der Plicht erfordert
und ein Großteil des Kabels im Schiff liegt. Zudem ist der Großbaum recht
nahe. Alternative: Am Mast hochführen. Auch hier ist ein Loch im
Deck erforderlich. Zudem kommt es durch Alu und auch CFK zu elektrischen
Beeinflussungen. Alternative im Rumpf verlegen. Die Foren im
Internet sagen zu diesem Thema, daß es zwar von der idealen vertikalen
Norm abweicht, aber aufgrund der geringen Entfernung zum Sender (der kann
bis 1 km) durchaus funktionieren kann. Nur sollte die Antenne nicht
zusammengeknüllt werden, das kommt Abschneiden gleich. Lösung:
Stahldraht (0,3mm) als Antenne verwenden. Meine ist jetzt 96cm lang
(volle Länge) und reicht von der Bugspitze bis zum Ruder, macht
dort einen Bogen und geht auf der anderen Rumpfseite wieder zurück bis auf
Masthöhe. Das Verlegen ist denkbar einfach, die Biegung im Heck macht der
Draht von ganz alleine und drückt sich an die Rumpfwände, fixieren
unnötig. Ein kurzer Kabelvorläufer (Steckverbindung) geht dann zum
Empfänger. Test bis Sichtweite ohne Probleme
bestanden. Gewichtsersparnis ca. 85 Gramm ( Servo, Akku, Deckel ) | ||||
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Beide Segelbäume öffnen im Standard nur bis ca. 60 Grad. Mehr geben die Schoten nicht her. Für Vorwindkurse wird aber eine Baumstellung von ca. 90 Grad empfohlen. Um dies zu erreichen mußte der Schotweg (am Wind/vorm Wind) von 11cm auf 15cm verlängert werden, entweder einen längeren Hebel im Schiff oder eine Untersetzung. Die Lösung ist eine Talje 2:1, die in der Plicht untergebracht ist. Das Foto zeigt die Zugschot (grün), die in einer Rolle endet. Großschot (orange) und Fockschot (blau) laufen durch diese Rolle zu einem Endhaken (neben Kpt. Blaubär). Mit einem kürzeren Servohebel (5,5cm) ergibt sich die gewünschte Schotlänge. Die hintere Umlenkrolle (neben Achterstag) war schon vorher installiert worden. Vorteil dieser Lösung: Die Umlenkung muß nicht fuddelig im recht engen Schiffsrumpf installiert werden und ist sichtbar auf Deck. Zudem ist die Schotlänge von 15 cm nur so ohne Ecken möglich. | ||||
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Großschotbügel Der Bügel ersetzt den Standardbeschlag, was das Abkleben der Luke erleichtert. Zudem ist er höher und endet direkt unter dem Großbaum. Die Schot hat fast keinen Zug mehr nach Unten, wodurch eine bessere Wirkung beim Dichtholen des Segels erreicht wird, speziell auf hohen Amwindkursen (5-10° Baumwinkel). Zug auf das Achterliek wird verringert, wichtig bei wenig Wind. Zudem hat Käpt. Blaubär jetzt eine bessere Sicht auf die nautischen Instrumente... Hinweis: Die erhöhte Schotführung benötigt mehr Schotlänge und sollte nur mit der oben beschriebenen Übersetzung verwendet werden, da sonst der Großbaum nicht mehr so weit öffnet wie bei dem flachen Holepunkt. |
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Das Standardruder ist zu klein! Lenkmanöver sind bei etwas mehr Wind nur bedingt möglich und das Schiff reagiert sehr schlecht. Mit Tape wurde die hintere Abrißkante um ca. 7 mm verlängert (ein Streifen von beiden Seiten aufgeklebt). Danach war eine sehr gute Steuerung möglich. Das Foto links zeigt ein komplett neues Ruderblatt und den Größenvergleich zum Original. Durch Balsaholz/Epoxy-Verbund ergibt sich eine Gewichtsreduktion von vorher 22 auf jetzt 14 Gramm.
Nachtrag: | ||||
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Fazit
Um die " kkoll.de EVO " sicher zu steuern war eine kompetente und erfahrene Crew ein wesentlicher Faktor. Nur wenige Skipper beherrschen solche Rennziegen wirklich. Das Eignersyndikat konnte KAPITÄN BLAUBÄR verpflichten, sicher einer der erfahrensten Seebären auf unseren Weltmeeren. Nach seinen Worten hat er auch auf dem Mars schon erfolgreich an Regatten teilgenommen (natürlich gegen grüne Männchen) und ist Einhand um den Mond segelt. | ||||