ASW 19 von Steinhardt Modellbau
2 Meter Allround-Segler mit E-Antrieb - Baubericht von Klaus Kollmann

Bei der Suche nach einem neuen Segler waren mir folgende Punkte wichtig: Spannweite um 2 Meter, stabile Ausführung aus GFK mit Abachi/Styro-Flächen, Platz für einen Brushless-Antrieb mit Lipozellen und natürlich ein möglichst realistisches Erscheinungs- und Flugbild bei guten Allround-Flugeigenschaften. Und dies am liebsten "Made in Germany".

Fündig wurde ich auf der Homepage von Steinhardt Modellbau aus Minden. Besonders der Artikel vom VTH Verlag (pdf) machte mich neugierig. Da ich den Bausatz direkt bei Herrn Steinhardt abholte, bekam ich noch einige Tipps von ihm zur Motorwahl und den Lackiermöglichkeiten.


Einstellen von EWD, HLW, Motorsturz

Die ASW 19 lässt sich sehr gut mit einem Motorantrieb versehen, da die "lange Nase" gut gekürzt werden kann. Meine Motorwahl fiel auf einen Robbe Roxxy BL 3535/16 mit etwa 350 Watt, einer Klappluftschraube 12x8" und Turbospinner. Letzterer hat vorne ein Loch durch das Kühlluft in den Rumpf gelangt. Um Löcher im Rumpf zu vermeiden wurde der Luftaustritt vor das Seitenruder gelegt. Der Motor wird über Lipozellen 3S1P mit 2 Ah angetrieben. Der Roxxy Regler 835-6 versorgt über BEC auch Empfänger und Servos. Etwas Geduld und Probieren erforderte die Suche nach dem richtigen Motorsturz.

Im Bausatz liegen für das Heckleitwerk Balsa-Rohlinge bei. Hier bedarf es einiger Modellbauerfahrung, um Seitenruder und Höhenleitwerk einsatzbereit zu bekommen. Die vorderen Tragflächen samt Steckung sind von sehr guter Qualität. Für die Oberflächenbehandlung wählte ich hochwertige weiße Klebefolie. Damit ließen sich die Holzflächen schnell und sauber bekleben. Verwendet wurde eine professionelle PVC-Folie ( Oracal 751 C) aus der Druckerei, UV-beständig, sehr dünn und formstabil.


Höhenruder-Servo und Entlüftung vor dem Seitenruder

Abweichend von der Bauanleitung wurden die Servos für Seite und Höhe direkt hinten ins Leitwerk gesetzt. Damit wurde die ganze Mechanik mit Bowdenzügen und Hebeln überflüssig und die Anlenkung läuft fast spielfrei. Zudem ist vorne im Rumpf Platz genug, um den Lipo samt Empfänger genau in den Schwerpunkt zu setzen, flexibel über ein Klettband am Boden des Rumpfes. Als Servos kommen 3 Robbe FS 500 MG zu Einsatz, für die Höhe ein Micro-Digital-Servo Futaba S3156MG, alle mit Heißkleber eingesetzt.

Die Flügelenden bekamen einen gerundeten Abschluss angesetzt, geformt aus einem Stück Balsaholz. Als Scharniere habe ich für Quer und Höhe Tesafilm von beiden Seiten verwendet, das Seitenruder wird durch ein Gewebeband spielfrei geführt. Sehr gut funktioniert der Haubenverschluss, der durch 4 im Baukasten beiliegende Stopfen erfolgt, einfach aber wirkungsvoll. Um das Seitenruder beim Landen etwas zu schützen wurde ein Drahtbügel darunter gesetzt.


ready to take of

FAZIT
Die ASW 19 sieht einfach toll aus, am besten vor blauem Himmel und einigen weißen Wolken. Es ist erstaunlich, wie sie auf Thermik und Aufwinde anspricht, trotz 1,5 kg Fluggewicht. Allerdings möchte sie aktiv gesegelt werden und erwartet schon etwas Aufmerksamkeit vom Piloten. Dann kann sie vorführen, was in ihr steckt.

 

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